MGS-Delmenhorst / Undefined / 3Einzug in die Caspari Kaserne 1935

Einzug in die Caspari-Kaserne 1935

Im Herbst 1935 wurde der erste Bauabschnitt der Caspari-Kaserne fertig gestellt, am 3. Oktober 1935 die ersten Gebäude der Kaserne feierlich eingeweiht. Es zogen das I. Bataillon und die 13. Kompanie des zukünftigen Infanterieregiments 65, durch geschmückte Straßen aus Bremen kommend, unter der Führung vom Kommandeur des I. Bataillons, Oberstleutnant Herrlein, in die Kaserne ein. Bereits vor der Stadt wurde es vom damaligen Gauleiter Röver begrüßt, die eigentliche Begrüßung erfolgte auf dem Marktplatz durch Oberbürgermeister Dr. Müller, Gauleiter Röver, Oberst v. Schauroth (Kommandeur Infanterieregiment "Oldenburg") sowie Ministerpräsident Joel.

Die offizielle Aufstellung des neuen Infanterieregiments mit der Nummer 65 erfolgte am 15. Oktober 1935. Das in Delmenhorst stationierte Bataillon bestand nun aus vier Kompanien und setzte sich wie folgt zusammen:

Während in Delmenhorst somit die erste Einheit die frisch errichteten Gebäude bezog, wurden parallel in Bremen das II. und III. Bataillon sowie der Stab des Infanterieregiments 65 aufgestellt. Sie gingen ebenfalls hervor aus Teilen des Landespolizei-Infanterieregiments 27 und des Infanterieregiments "Oldenburg". Ein knappes Jahr später, am 27. September 1936, wurde das II. Bataillon zusammen mit dem Regimentsstab und der 14. Kompanie in die Caspari-Kaserne verlegt und ebenfalls feierlich begrüßt.

In das Gelände integriert wurden zwei vorhandene Gebäude: Der Bauernhof Brauenkamp, bestehend aus Bauernhaus und Nebengebäude, im Osten des Areals (diente fortan als Lager) sowie ein Wohnhaus an der Wildeshauser Straße (ehem. Fam. Weyhausen), in welchem die Truppenverwaltung untergebracht wurde. In Sichtweite wurde südwestlich der Kaserne in Schlutter auf einem 8 ha großen Areal ein Munitionsdepot mit zahlreichen Bunkern sowie einem Schießstand für die Garnison Delmenhorst angelegt (vertragliche Regelung vom 28.07.1936).

Quelle: Claas Weis

http://www.caspari-kaserne.de/

Das letzte Gebäude der Caspari-Kaserne stand noch bis zum 13. April 2006 an der Brauenkamper Straße. Dann wurde es abgerissen und der Reichsadler verschwand in den Trümmern.